Institut für Managementwissenschaften
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WORK-LIFE-BALANCE 4.0: smartWorkLife

Was ist smartWorkLife?

smartWorkLife ist eine App, die dich dabei unterstützt, aktiv zu deiner Work-Life Balance beizutragen. Dafür wurden einige Übungen entwickelt, die du leicht in deinen Alltag integrieren kannst. Ziel dieser Übungen ist, zum einen deine Entspannung zu fördern und dich zum anderen bei der Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit zu unterstützen.

Jeder von uns ist anders und daher passen sicherlich auch nicht alle Übungen auf jeden einzelnen von uns. Aus diesem Grund haben wir darauf geachtet die Nutzung der Übungen individuell zu halten. Insgesamt gibt es einen Pool an Übungen, aus dem dir jede Woche einige vorschlagen werden. Die Übungen, die dir gefallen, kannst du in einem eigenen Bereich in deiner smartWorkLife App abspeichern, die anderen kannst du verwerfen. Wie das genau funktioniert zeigen wir dir in einem Begrüßungsvideo in deiner smartWorkLife App.

Weitere Infos zum Ziel

Was ist das Ziel der Studie?

Es ist uns ein Anliegen, Menschen mit smartWorkLife bei Ihrer Erholung zu unterstützen.
Damit uns das gelingt, brauchen wir Ihre Hilfe bei dieser Studie! Wie das geht, ist eigentlich ganz einfach: verwenden Sie die App und geben Sie uns Feedback. Die anonymen Fragebögen, die Sie bitte ausfüllen, geben uns Feedback darüber, ob sich Ihr Wohlbefinden durch die Nutzung der App verbessert hat. Dadurch gelingt es uns, arbeitspsychologische Probleme besser zu verstehen. Wir hoffen, dass möglichst viele Leute dabei mitmachen!

Es winkt übrigens für alle Teilnehmer_innen, die die App regelmäßig nutzen (und mindestens 1000 Punkte sammeln), die Chance auf 3 x € 250,- Bargewinn. Zur Kontaktaufnahme der Gewinner_innen bitte die App bis Ende Juni installiert lassen.

Wo finde ich die App? Und wann kann es losgehen?

Die Erhebung läuft gerade. Im Moment ist keine zusätzliche Erhebung geplant.

Welche Daten werden gesammelt?

Datenschutz ist uns wichtig!

Natürlich werden alle Daten konform mit der EU-DSGVO erhoben.

Folgendes wird gespeichert:

Am Server der TU Wien:
- zufällig generierte Teilnehmer_innen-ID
- Punktestand für Gewinnspiel

Auf externen Servern für Fragebögen (unipark):
- Teilnehmer_innen-ID
- eingegebene Daten bei Fragebögen

Auf dem Smartphone:
- Teilnehmer_innen-ID
- Spitzname und Punktestand/Level
- Persönliche Notizen mit zugehörigen Fotos
- Information, welche Fragebögen aufgerufen wurden
- Individuelle Zusammenstellung der Übungen und Rituale

Crashlytics:
Anonyme Informationen zu Abstürzen und Crashes der App werden an Google übertragen. Es werden dabei keine Benutzer_innen-/Studiendaten gesendet!

Wohin kann ich mich bei Fragen wenden?

Bei technischen Fragen und Komplikationen erreichen Sie uns unter smartworklife@inso.tuwien.ac.at!

Für fachliche Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an: flexiblesarbeiten@tuwien.ac.at

Wir wünschen viel Spaß mit smartWorkLife!

 

Weitere Informationen zu unserer Forschung

Durch Smartphones ist Arbeit immer und überall zugänglich

Durch die Verwendung von Smartphones ist unsere Arbeit jederzeit und überall zugänglich. Die erweiterte Zugänglichkeit der Arbeit außerhalb der Arbeitszeit, ist ein modernes Phänomen, das durch den Einsatz mobiler Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in allen Lebensbereichen ermöglicht wird. Durch diese Zugänglichkeit entsteht ein passiver Zustand, in dem die MitarbeiterInnen außerhalb der Arbeitszeit für Vorgesetzte, KollegInnen oder KundInnen verfügbar sind (Dettmers et al., 2016).

Österreichs Arbeitsverhalten

In Niederösterreich stehen rund 67% der Beschäftigten nach der Arbeit an Arbeitstagen und rund 20% über Nacht für die Arbeit zur Verfügung. Darüber hinaus geben 60 % der Beschäftigten an, auch bei Krankheit für arbeitsbezogene Anliegen erreichbar zu bleiben (Feuchtl, Hartner-Tiefenthaler, & Koeszegi, 2016).

Die Forschung hat gezeigt, dass sich der IKT- vermittelte Arbeitskontakt in der Freizeit negativ auf die betroffenen ArbeitnehmerInnen auswirkt, indem er die psychische Erholung (Entspannung und mentale Loslösung von der Arbeit in der Freizeit, siehe z.B. Kinnunen et al., 2016), die subjektive Schlafqualität (siehe z.B. Braukmann et al., 2018) sowie den subjektiv empfundenen Gesundheitszustand (siehe z.B. Arlinghaus & Nachreiner, 2014) reduziert.

Auswirkungen der intensiven Smartphone-Nutzung

Die intensive Nutzung von technischen Geräten ist oft mit einer erweiterten Zugänglichkeit für die Arbeit verbunden. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse unserer jüngsten App-Studie YLVI, einen Zusammenhang zwischen intensiver Smartphone-Nutzung und Stress, weniger Arbeitsmotivation und Gesundheitsproblemen. Dies kann zu einer verminderten Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit sowie zu negativen Folgen für das soziale Umfeld der betroffenen Person führen.

Wie man Smartphones ohne Gesundheitsrisiko nutzt

Smartphones sind zu einem festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Deshalb ist es besonders wichtig, (psychischen) Missbrauch zu verhindern und einen reflektierten Ansatz zu kultivieren, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der MitarbeiterInnen langfristig zu unterstützen. In unserem Projekt Work-Life-Balance 4.0 wollen wir den MitarbeiterInnen helfen, ihre Abgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben zu reflektieren und zu verbessern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zur Selbstreflexion angeregt und erhalten auf dem Weg dorthin auch konkrete Informationen und Instrumente. In dieser Studie wird das Medium der Smartphone-App bewusst gewählt, um die Zielgruppe direkt dort anzusprechen, wo mögliche Belastungen entstehen: bei der teilweise sehr intensiven Nutzung mobiler Geräte (insbesondere Smartphones). Die angewandte App wurde von Psychologinnen und Informatikern der TU Wien speziell entwickelt, im Rahmen einer wissenschaftlichen Längsschnittstudie auf ihre Wirksamkeit getestet und entsprechend an neue Erkenntnisse angepasst. Als Ergebnis wird sie der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung gestellt.

Das Projekt Work-Life-Balance 4.0 hat zum Ziel, innovative Ansätze für eine bessere Work-Life-Balance zu entwickeln und deren Wirksamkeit zu testen.

 

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Angestelltenbetriebsrat des Internationalen Flughafens Wien und der Forschungsgruppe INSO (Industrial Software) der TU Wien durchgeführt. Die Studie wird von der Arbeiterkammer Niederösterreich im Rahmen des Projektfonds Arbeit 4.0 gefördert.